Donnerstag, 26. Oktober 2017

SkyWay Capital - seriöses Invest oder perfider Betrug?

SkyWay Capital ist Betrug
Kein reales Unternehmen: SkyWay Capital ist Betrug, SCAM
Mit SkyWay Capital sorgt wieder einmal ein Unternehmen für Aufregung, das zur angeblichen Finanzierung seiner hochtrabenden Ziele das Geld vieler Kleinanleger einsammelt und diesen Anlegern dafür gigantische Gewinne verspricht.

Sowohl das technische Konzept von SkyWay Capital, als auch, als auch die Art der Finanzierung erwecken Zweifel und Skepsis. Deshalb habe ich SkyWay Capital mal genauer unter die Lupe genommen.


Über SkyWay Capital

SkyWay Capital ist ein in Russland beheimatetes Unternehmen. Im Laufe der Zeit haben sich einige Tochterunternehmen gebildet, die in verschiedenen Ländern registriert sind. Das angebliche Unternehmenskonzept ist die Entwicklung und Umsetzung von Hochbahnlösungen.

Die Webseite von SkyWay Capial

Die Webseite von SkyWay Capial findet man unter der Domain skyway.capital. Eine weitere Adresse ist die für die der Sky Way Group unter der Domain skywayinvestgroup.com.

Technische Aspekte vom SkyWay Hochbahn Konzept

Auf die technische Machbarkeit dessen, was SkyWay Capital vorgibt zu entwickeln, möchte ich hier gar nicht tiefer greifend eingehen. Dazu wird auf verschiedenen anderen Webseiten und Foren, von Menschen, die sich da besser auskennen als ich, ausgiebig eingegangen. Nur so viel: Das was seitens SkyWay Capital als neueste Hochtechnologie angepriesen wird, ist in Wahrheit ein uralter Schuh. 

Wirtschaftlichkeit von Hochbahnen

Umgesetzt wurden Lösungen dieser Art deshalb nie, weil sie im Vergleich zum herkömmlichen Schienentransportsystem, nämlich der Eisenbahn, höchst unwirtschaftlich sind. Zum einen sind die Baukosten deutlich höher, zum Anderen ist auch der Unterhalt von Hochbahnsystemen sehr teuer. Wenn man sich dabei noch vor Augen hält, das selbst die traditionelle Bahn Schwierigkeiten hat wirtschaftlich zu sein, kann man sich vorstellen, dass der Betrieb einer Hochbahn erst Recht unrentabel wäre. Um Gewinn zu erzielen, müsste man sowohl für die Personenbeförderung als auch für den Gütertransport Preise aufrufen, die gewohnte Preise um ein mehrfaches übersteigen. Das dürfte bei Kunden kaum auf Akzeptanz stoßen.

Hochbahnen sind geschlossene Systeme

Ein sehr großer Nachteil ist die Tatsache, das es sich bei solchen Lösungen um geschlossene Systeme handelt. Hochbahnen, Seilbahnen sind wie auch Magnetschwebebahnen geschlossene Systeme. Während bei herkömmlichen Schienensystemen durch die Integration von Weichen die Möglichkeit besteht, einen Zug vom Punkt A an jeden beliebigen Punkt, der eine Anbindung an das Schienennetz hat zu leiten, sind Hochbahnen geschlossene Systeme nur in der Lage eine Verbindung zwischen Punkt A und Punkt B zu schaffen oder im Kreis zu fahren. Zwar kann man hier auch Lösungen schaffen, die es ermöglichen die Hoch- oder Seilbahn von der Linie A zu B auf die Linie C zu D um,zusetzen, allerdings wären diese bestenfalls für eine geplante Umsetzung einer Bahn auf eine neue Strecke praktikabel und für für den normalen Einsatz aufgrund des großen technischen Aufwandes und der damit verbundenen Kosten unrealistisch. Den herkömmlichen Weichen bei der Eisenbahn ähnliche Lösungen oder Rangierbahnhöfe könnten zwar entwickelt und umgesetzt werden, allerdings wären solche Lösungen mit nicht vertretbaren Kosten verbunden. 

Umsteigen und Umladen

Natürlich könnte man Fahrgäste jeweils an Knotenpunkten umsteigen lassen. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass häufiges Umsteigen bei den Passagieren auf hohe Akzeptanz stoßen würde. Besonders dann nicht, wenn sie schon durch hohe Fahrtkosten gebeutelt würden. 

Auch das Umladen von Transportgütern an Knotenpunkten scheint sehr unrealistisch, da das die Transportkosten immens zusätzlich in die Höhe treiben würde.

Ein Beispiel:

Man stelle sich die Menge der von einem Güterzug transportierten Güter vor. Alleine diese Menge per Hochbahn oder Seilbahn von Punkt A nach Punkt B zu bewegen dürfte ein Problem darstellen. Nun nehmen wir mal an, die Menge eines mit Kalksandsteinen beladenen Güterzuges wird per Hoch- oder Seilbahn transportiert. Ausgangspunkt ist Hamburg, Zielpunkt ist München. Nun kommt während des Transports eine Umleitungsorder. Die Güter sollen plötzlich nach Berlin geleitet werden. Für einen herkömmlichen Güterzug keinerlei Problem. Bei einer Hoch- oder Seilbahnlösung so gut wie unmöglich.

Damit ist klar, das dieser Nachteil geschlossener Systeme im Personen- und Güterverkehr kaum aus der Welt zu schaffen ist. Zumindest nicht in einem vertretbaren finanziellen Rahmen.

Die Finanzierung von SyWay Capital

Das Unternehmen SkyWay Capital gibt vor, zur Entwicklung und Umsetzung ihre Hochbahnlösungen Geld zu benötigen. Angeblich habe man Veträge und Vorverträge mit vielen Regierungen der ganzen Welt. Seltsamerweise geht SkyWay nicht den üblichen und naheliegenden Weg sich Geld durch die Aufnahme von Krediten zu beschaffen, was zw. 1 und 5% p.a. kosten würde. Auch sonst verzichtet man auf Finanzmittel aus der Wirtschaft oder von Großinvestoren. 

Verkauf von nicht frei handelbaren Aktien

Auch die Finanzierung eines börsennotierten Unternehmen durch die Ausgabe von Aktien ist eine übliche Art der Finanzmittelbeschaffung. Tatsächlich gibt SkyWay Capital auch vor Unternehmensanteile in Form von Aktien an Anleger zu verkaufen. Allerdings sind diese Aktien keine frei handelbaren Aktien eines börsennotierten Unternehmens, sondern von SkyWay selbst erfundenen Unternehmensanteile, an die das Versprechen einer Wertsteigerung um den Faktor 1.000 oder höher gekoppelt ist. Das heißt, SkyWay Capital verspricht oder stellt zumindest in Aussicht, dass jeder, der 1.000 Euro anlegt, in wenigen Jahren 1 Million Euro zurück erhält.

Unglaubwürdiges SkyWay Capital

Ganz ehrlich, wer glaubt denn bitte, dass ein Unternehmen Unternehmensanteile verkauft, von denen es überzeugt ist, dass sich der Wert dieser Anteile in Kürze um das 1.000fache  steigert. Also ich würde als Unternehmer da doch lieber das Geld von Banken für rund 3% p.a. nehmen. Und würde es sich tatsächlich so verhalten, dass die Regierungen der Welt darauf brennen, Verträge mit SkyWay Abzuschließen, würden die Banken auf Knien vor SkyWay Capital umher rutschen und darum betteln, diesem Unternehmen Kredite gewähren zu dürfen. Auch würden Großaktionäre aus der Wirtschaft und Unternehmen, wie Google und andere Hochtechnologie-Unternehmen darauf brennen, bei SkyWay einzusteigen. Aber das tun sie nicht. Warum? Ganz klar, weil niemand, der in der Wirtschaft dieser Welt eine Rolle spielt an das Konzept und an das Unternehmen SkyWay glaubt. Weil SkyWay niemanden, der ein Wirtschafts- oder Finanzexperte ist, das "Unternehmen" SkyWay und dessen angebliche Pläne ernst nimmt.

Die Wahrheit zu SkyWay Capital

Nein, SkyWay Capital ist kein Technologieunternehmen. Es wird rein gar nichts entwickeltr und es wird auch nichts gebaut. Es gibt eine kleine, aus Sicht von mir  bekannten Ingeneuren belächelte, angebliche Textstrecke, die SWC selbst als EcoTechnoPark bezeichnet. Damit sollen einfältige Zeitgenossen und Anleger beeindruckt werden. Und das scheint tatsächlich zu gelingen. Man nimmt an, das SkyWay bisher einen Betrag zwischen 300 Millionen und einer Milliarde eingesammelt hat. Von diesem Betrag muss man freilich die immens hohen Provisionen abziehen, welche unseriöse Networker dafür kassieren, dass sie als Keuler für diesen SCAM neue Opfer rekrutieren, sprich Menschen mit falschen Versprechen von der Seriosität von SkyWay Capital überzeugen und dazu bewegen möglichst viel Geld anzulegen.


Dringende Warnung vor SkyWay Capital

Nach meiner festen Überzeugung handelt es sich bei SkyWay Capital um ein Schneeballsystem. Entwickelt und umgesetzt wird hier rein gar nichts. Man sammelt nur Geld von ahnungslosen Anlegern ein. Von diesem Geld zahlt man einen Teil an die werbenden Networker, die an dem SkyWay Betrug beteiligt sind und sich ebenfalls die Taschen voll stopfen. Auf der Strecke bleiben letztendlich die gutgläubigen Investoren. Übrigens teilen auch andere seriöse Blogger meine Ansicht. So ist auch im Web-Marketing-News Blog die Rede von Betrug und Abzocke: SkyWay Capital Abzocke

Fehlende Genehmigungen von Finanzmarktaufsichten


Selbstverständlich wäre für eine solche Finanzierung die Genehmigung der Finanzmarktaufsichten der Staaten, an dessen Bürger sich das Angebot Unternehmensanteile zu kaufen richtet, erforderlich. SkyWay Capital hat keine solchen Genehmigungen. Damit sind die Aktivitäten zur Finanzmittelbeschaffung in jedem Staat gesetzwidrig und illegal. 

Finanzmarktaufsicht Belgien warnt vor Pyramidensystem SkyWay Capital

Die FSMA, die Finanzmarktaufsicht Belgiens warnt vor SkyWay Capital, hält es für ein Pyramidensystem und erklärt es für illegal. Nachzulesen auf der Webseite der FSMA: https://www.fsma.be/en/warnings/first-skyway-invest-group-limited-skyway-capital

Warnungen weiterer Finanzmarktaufsichten

Auch die Finanzmarktaufsichten Litauens und Estlands warnen vor SkyWay Capital und erklären dessen Aktivitäten für illegal.


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